Förderungen


Eine professionelle und würdevolle 24h-Pflege Ihrer Lieben kann zu einer hohen finanziellen Belastung führen. Um die Pflegekosten zu reduzieren hat der Gesetzgeber eine Reihe von Förderungen geschaffen. Wir beraten Sie gerne bei den Anträgen auf Zuschüsse oder übernehmen den gesamten Vorgang für Sie.

Pflegegeld

Das Pflegegeld stellt eine zweckgebundene Leistung zur teilweisen Abdeckung der pflegebedingten Mehraufwendungen dar. Es ermöglicht den pflegebedürftigen Menschen eine gewisse Unabhängigkeit und einen längeren Verbleib in der gewohnten Umgebung. Pensions- oder Rentenbezieher/innen bringen den Antrag auf Pflegegeld beim zuständigen Versicherungsträger ein. Nach der Antragstellung wird eine Untersuchung durch einen ärztlichen Sachverständigen vorgenommen. Das Pflegegeld ist je nach dem Ausmaß des zeitlichen Pflegeaufwandes in 7 Stufen gegliedert und beträgt:

Pflegebedarf in Stunden pro Monat

Pflegestufe

Betrag in Euro monatlich (netto)

Mehr als 65 Stunden 1 157,30 Euro
Mehr als 95 Stunden 2 290,00 Euro
Mehr als 120 Stunden 3 451,80 Euro
Mehr als 160 Stunden 4 677,60 Euro
Mehr als 180 Stunden, wenn
  • ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand erforderlich ist
5 920,30 Euro
Mehr als 180 Stunden, wenn
  • zeitlich unkoordinierbare Betreuungsmaßnahmen erforderlich sind und diese regelmäßig während des Tages und der Nacht zu erbringen sind oder
  • die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson während des Tages und der Nacht erforderlich ist, weil die Wahrscheinlichkeit einer Eigen- oder Fremdgefährdung gegeben ist
6 1285,20 Euro
Mehr als 180 Stunden, wenn
  • keine zielgerichteten Bewegungen der vier Extremitäten mit funktioneller Umsetzung möglich sind oder
  • ein gleich zu achtender Zustand vorliegt
7 1688,90 Euro

 

Weitere Informationen finden sie unter:
http://www.pflegedaheim.at
http://www.sozialministeriumservice.at/site/Pflege
https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/36/Seite.360530.html

 

24h-Pflege Förderung:

Bei Beschäftigung einer legalen 24h-Pflegekraft besteht die Möglichkeit eines Zuschusses vom Sozialministerium. Dieser beträgt 550€ monatlich für 2 Betreuerinnen. Natürlich beraten wir Sie gerne bei der Antragstellung oder übernehmen den ganzen Ablauf für sie.

Voraussetzungen:

  • Vorliegen eines Betreuungsverhältnisses gem. § 1 HBeG
  • Anspruch auf Pflegegeld der Stufe 3 oder höher
  • Notwendigkeit einer 24h-Betreuung (diese muss bei Vorliegen der Pflegegeldstufe 3 und 4 mit einem Befund vom behandelnden Haus- bzw. Facharzt nachgewiesen werden)
  • Ausreichende Qualifikation der Betreuungskraft
  • Einkommensgrenze von 2.500 € netto monatlich (nicht zum Einkommen zählen u.a. Pflegegeld, Familienbeihilfe, Wohnbeihilfe)
  • Die Gewährung eines Zuschusse ist unabhängig vom Vermögen der pflegebedürftigen Person

Weiter Informationen finden Sie unter:
www.pflegedaheim.at
Pflegetelefon des Sozialministeriums 0800 / 20 16 22

 

Steuerliche Behandlung der Pflegekosten:

Bei einer 24h-Betreuung sind dadurch entstehende Aufwendungen und Kosten (z.B. Kosten für das Betreuungspersonal, Vermittlungskosten, Arzneimittel, Pflegemittel) als "außergewöhnliche Belastung" im Folgejahr steuerlich absetzbar. Dabei werden eventuell bezogene steuerfreie Zuschüsse (Pflegegeld, Förderung der 24h-Betreuung) abgezogen.

Die außergewöhnliche Belastung kann dabei von der betreuten Person oder von dem/der alleinverdienenden (Ehe-)Partner/in in voller Höhe geltend gemacht werden.